auch wir sind nun wieder zurück. Und für die, die noch in’s dana fahren hier nun unsere Eindrücke:
Wir verbrachten nach unserer Nilkreuzfahrt eine Woche im Dana. 4 Familien unserer Kreuzfahrt fuhren schon einen Abend vor uns mit dem Bus nach Hurghada. Beim Abendessen wurde mitgeteilt, dass das Dana überbucht ist und sie in das Sheraton Soma Bay kommen. Allerdings ist das Sheraton ein Hotel der super Klasse und ich denke das ist kein grund zum meckern.
Für uns ging es dann am nächsten Morgen aber tatsächlich ins Dana (hätte mich aber über soma Bay gefreut

Die Atmosphäre beim Essen hatten wir ja schon kennengelernt, aber bei einem Hotel das über 2000 Leute fasst hatte ich nichts anderes erwartet. Es ist einfach laut. Allerdings ließe sich das vielleicht etwas reduzieren wenn man beim Essen auch mal den Mund hält.


Dass das Geschirr dreckig war können wir in keinster Weise bestätigen. Auch das Personal war super freundlich und es wurde immer versucht Tische zu säubern und neues Besteck aufzulegen. Wir waren nie die ersten am Tisch und hatten immer saubere Plätze (von ein paar Krümeln abgesehen), Servietten und Besteck. Wir bekamen sogar neue Platzdeckchen, bzw. neue Tischdecken übergelegt. Das man sich die Getränke selbst holen musste, haben wir auch schon in anderen Hotels dieser Größe und mit AI erlebt, ob das einem 5 Sterne Urlaubshotel entspricht kann ich nicht sagen, möchte ich auch nicht ausdiskutieren. Uns hat es nicht gestört. Es gab auch super Kellner die die Getränke gebracht haben. Allerdings sollte man sich dann auch erkenntlich zeigen.
Über das Essen waren wir etwas enttäuscht. Es war durchaus schmackhaft und manches super lecker, aber im Vergleich zum letzten jahr im Long Beach etwas einfallslos. Außerdem ziemlich einfach präsentiert. Das Angebot zum Frühstück war suuuper. Snacks haben wir nicht gegessen, ist eigentlich bei dem Angebot auch nicht nötig. Der oSaft kostet wie schon viel beschrieben 1EUR. Kenne ich allerdings auch aus anderen Hotels nicht anders. Aber der angebotene normale Saft schmeckt sehr gut und erinnert nicht an aufgegossenes Pulver wie man das aus vielen Hotels kennt.
Am entspanntesten sitzt man noch vorm Abu Nawas bei einer Shischa und einem Tee mit frischer Pfefferminze
Die Anlage ist nun wirklich fertig und nur die Gärtner sieht man noch werkeln. Die Anlage ist sehr weitläufig und in 2 jahren sicher super grün, aber auch jetzt schon schön bepflanzt. Allerdings scheint der Architekt der Außenanlagen nicht grad der hellste gewesen zu sein. Hätte man die riesen Meerwasser lagune weggelassen und einen weiteren Pool bzw eine pollandschaft durch die Anlage gezogen würde sich alles besser verteilen und man würde die 2000 Gäste gar nicht merken. Aber so wie es jetzt konzipiert ist, konzentriert sich alles irgendwie auf die zwei Pools und dort liegen die Gäste wie Ölsardinen in der Büchse. Besonders wird das am oberen Pool deutlich. Erst kommt die bar, dahinter schließt sich gleich der Pool mit den dicht an dicht stehenden Liegen an, rechts davon die Poolbar und dann kommt die super weitläufige Anlage, dann wieder das castello mit seinem Außenbereich und der bar, dahinter der Ruhepool, der keiner ist, weil es dort durch die vielen liegen ebenfalls laut ist, und dann wieder die weitläufige Anlage. Also mich hat s regelrecht erdrückt und Entspannung kam da nicht auf. Frei Liegen konnten wir allerdings auch morgens noch sehen.
Animation war nicht so toll wie für ein so großes Hotel erwartet. Für mich sah es eher so aus als wären die Animateure mehr mit den weiblichen Gästen beschäftigt. River of the Dance war allerdings eine sehr gute Show.
Das Meer... Ich habe noch einmal im Katalog nachgelesen und bei Phönix steht tatsächlich „das Hotel liegt an einer lagune“. Und damit ist eindeutig der ausgebaggerte Strand gemeint. Allerdings liegen auch alle Nachbarhotels an solchen ausgebaggerten Lagunen. Wahrscheinlich müsste man sonst bei Ebbe ca. 200 m laufen um ins Wasser zu kommen. Für mich kein Hindernis, aber wie man aus manchen Berichten weiß, für andere schon. Also wem soll man es recht machen??? Das Wasser war trotzdem sauber, nur der Untergrund schlammig. An der Seite kann man am „baggerloch“ vorbei laufen um weiter hinten in relativ klarem wasser zu schwimmen. Hier sind auch kleine Riffs, aber dort ist fast alles tot, für Schnochelanfänger sind noch einige Fische zu sehen. Die Brücke rechts gehört zum Dana. Vor der Brücke kann man bei Ebbe gut mit kleinen Kindern spielen, da dann dort schöner Sandstrand zum buddeln zum Vorschein kommt. Allerdings sind dort keine Liegen. Hinter der Brücke kann man auch ein bischen schnorcheln. Besser man schwimmt unter der Brücke vom Golden Five durch, dann findet man dort einige Riffreste die zwar auch nicht der Hit sind, aber doch ein bischen Fischvielfalt bieten. Am besten auf die Brücke vom Golden Five klettern, dann kann man die Riffe unter Wasser sehen. Der Strand ist nicht ungewöhnlich für Ägypten, halt aufgeschütteter Kies. Aber es ist alles sauber, einzig der Müll der Gäste liegt umher. Wir sind zwei mal zum baden ins Long Beach gefahren. Dort ist der Strand auch kieslig, aber eben Loooooooooong Beach und vor allem kein Baggerloch. Das Hausriff dort hat allerdings innerhalb von einem jahr sehr gelitten. Im letzten jahr gab es dort noch eine wunderbare farbenwelt, Rotfeuerfische, Steinfische usw. Dieses Jahr war fast alles tot und auch die Fischvielfalt sehr geschrumpft. Aber der lange Strand mit einem tollen Ausblick aufs Meer hat entschädigt. Kleiner Tip: Das Long Beach hat auch dunkelblaue Bändchen. Aber auch dort hat das Essen nachgelassen und die Liegen am Pool sind dichter geworden. Aber wer sich mal ein anderes Hotel angucken will hat hier eine gute Gelegenheit. Man kann aber auch ins Albatros Beach fahren. Aber dort hat es uns überhaupt nicht gefallen. Hausriff auch tot und der Strand auch nicht der Hit.
Alles in allem war der Urlaub ok. Wir wussten was uns erwartet, hatten aber keine andere Wahl, weil Last Minute nichts anderes zu bekommen war. Wär ich mutiger gewesen und hätte damals noch 4 Tage gewartet wären wir 200 EUR günstiger mit gratis tours ins King Tut gefahren. Trotz allem ist die Anlage sehr schön, das personal sehr freundlich und bemüht. Manko ist der Stress im viel zu lauten Restaurant und der Stress an den viel zu kleinen Pools für diese riesen Anlage. Geht man an den Strand kann man auch nicht so richtig entspannen wenn man eigentlich einen schönen Ausblick auf einen Naturstrand erwartet. Aber das ist Ansichtssache. Unfreundliches Personal ist uns nicht einmal über den Weg gelaufen, allerdings ist es manchen nicht zu verdenken wenn ich an folgende Episode zurückdenke: Strahlt der junge Mann hinter der bar den gast mit Achselshirt und Bierbauch vor ihm an und fragt freundlich bitte? Antwort in einem Ton das einem schlecht wird: 10 DIESEL!!!!!!!!!!!! Ich stand hinter ihm und konnte mir das „bitte“ hinterherzuwerfen nicht verkneifen.
Ich glaub das war alles was ich zu berichten habe, aber vielleicht fällt mir noch etwas ein. Zu Hurghada möchte ich noch sagen: Wer das Land und vor allem die Einwohner Ägyptens kennenlernen will sollte eine Nilkreuzfahrt planen. Hurghada wird immer touristischer und wird sich bald nichts mehr von der Ursprünglichkeit des Landes bewahrt haben.
Wir werden jedenfalls nie mehr ein so großes Hotel buchen und sicher auch nicht mehr Hurghada.
Nun bin ich gespannt auf Thomas Bericht
Liebe Grüße,
Johanna
Habe den Bericht in die Rubrik Hotel- und Reiseberichte kopiert. - Uli 19.08.2004