high alle,
wir waren jetzt erst für 5 Tage(4.10 - 9.10) im "King Tut" und ich kann es nur bedingt empfehlen. Die paar Tage, die wir dort waren, war es auszuhalten. Für längere Aufenthalte (14 Tage und länger) sollte man doch woanders buchen.
Gründe: Das Hotelgrundstück ist einfach zu klein. Man sitzt sich auf der Pelle und spätestens nach 3 Tagen hat man einen Lagerkoller.
Der Strand ist zu klein. Ca. 150 Liegen, ein Volleyballfeld, eine Diskobühne, mehrere kl. Schuppen für Handtücher, Schnorchelzubehör und Surfbretter und nicht zuletzt das Restaurantschiff schränken den Platz dermassen ein, dass es nervig ist. Zumal man auf der kleinen Landzunge mit der Liege mitten im Bauschutt steht, wenn man im Schatten liegen will. Mann kann sich nur im Flüsterton unterhalten, wenn man nicht will, dass andere mithören. Allerdings scheinen sich unsere östlichen Nachbarn nicht daran zu stören.
Die Bademöglichkeit beschränkt sich auf eine kleine Lagune, die durch das Riff, die kleine Landzunge und das nachbargrundstück gebildet wird. Das Wasser ist je nach Ebbe und Flut knietief bis brusthoch. Von der Landzunge aus führen einige Steine hinter das Riff. Man sollte aber gut schwimmen können. Es wehte ein scharfer Wind und die Strömung drückt einen immer wieder gegn das Riff. Der von einigen hier bemängelte Bauschutt ist tatsächlich keiner. Tatsächlich handelt es sich dabei um bereits abgestorbene Korallen!!

Einige Korallen leben aber noch. Ein paar bunte Fischchen kann man auch noch sehen. Für mich als Erstschnorchler wirklich eine Freude

, die aber auch gleich wieder getrübt wurde. Dutzende frisch abgebrochen Korallen und immer wieder sieht man die Touristen mit ihren unsäglichen Badeschuhen mitten im Riff stehen. Ein Badesteg, der über das Riff führt und eine Badeplattform ein paar meter ausserhalb wären wirklich angebracht.
Zum Hotel selbst: Die Zimmer sind allesamt gross. Die zum Pool haben einen kleinen Balkon, zum Meer und zu den anderen Seiten gibt es nur kleine Brüstungen vor den grossen, bis zum Boden reichenden Fenstern. Die Einrichtung ist überall gleich: Doppelbett, Schreibtisch, Minibar und eine kleine Sitzgruppe. Die Bäder mit Dusche. Den in der Hotelbeschreibung erwähnten Fön muss man sich an der Rezeption ausleihen. Das erste Zimmer, dass wir hatten, war zur Baustelle raus und genau über der Küche. Nachdem wir uns am Abend bei unserem Reiseleiter beschwert hatten, bekamen wir am nächsten Tag ein Zimmer mit Meerblick. Der Blick erstreckte sich aber auch abermals auf Baustellen. Links und rechts von der kleinen Einkaufspromenade und dem Minizoo sollen offensichtlich noch Bungalows gebaut werden. Einge sind schon im Rohbau fertig, von anderen sieht man schon die Fundamente. Übrigens wird auch im Hotel noch gebaut. Teile der Glasfassade mussten schon ausgewechselt werden und in den Zimmern zur Strasse raus wurde gemalert.
Die Lobby ist klein, Sitzplätze sind rar und meist von osteuropäischen Grossfamilien belegt. Die bereits erwähnten Glastische sind immer noch schmierig, obwohl ich doch schon jemand mit Lappen und Glasreiniger hantieren gesehen habe.
Am Eingang zum Restaurant gibt es eine kleine Bar. Alkoholische Getränke haben wir bis auf den Rotwein nicht ausprobiert, zumal auch nicht sicher war, was nun all inklusiv war und was nicht. Mein Mann wollte einmal Sakkara-Bier trinken, das hat er bezahlen müssen. Mit 25 Pfund auch ganz schön heftig. All inklusiv war nur das Stella, das schmeckte ihm aber nicht.
Das Restaurant war sauber, schmutziges Geschirr wurde schnell abgeräumt. Wenn man den Servicechef angesprochen hat, bekam man auch einen frisch eingedeckten, sauberen Tisch. Wer das nicht konnte oder wollte, musste sich an den schmutzigen Tisch setzen und der Dinge harren, die da nicht kommen sollten.
Die Büffets waren super. Gut, die Fleischauswahl war nicht berauschend, aber damit konnte ich leben. Wie das nach 14 Tagen ausgesehen hätte, ich weiss nicht. Die Salate waren wirklich sehr schmackhaft. Das Dessertbüffet war erste Klasse! Alles in allem, ich stehe sowieso auf arabische Küche und mein Magen verträgt wohl auch rostige Nägel. Allerdings kann ich die nächsten Tage kein Geflügel mehr sehen und auch nix in Tomatensosse!
Themenbüffets gab es wohl auch, einmal arabisch und einmal schottisch, zu erkennen an der Dekoration, die am Eingang aufgebaut war. An der Speisenauswahl änderte das nix.
So, jetzt muss ich erstmal aufhören, die Arbeit ruft. Bis neulich
big.ramses
Habe den Bericht in die Rubrik Hotel- und Reiseberichte kopiert. - Uli 15.10.2004