Streiks in Ägypten
Verfasst: Mo 28 Mai, 2007 00:36
Seit Monaten erlebt das Land am Nil eine Welle von Arbeitsniederlegungen und Fabrikbesetzungen. Betroffen sind vor allem großen Textilfabriken in Alexandria und im Nildelta, aber auch Betriebe der Baubranche und jüngst sogar die Kairoer Metro und Müllabfuhr.
Die Beschäftigten fordern in erster Linie höhere Löhne. Die umgerechnet 80 €uro, die ein Textilarbeiter einschließlich Prämien und Überstunden im Monat verdienen kann, reichen hinten und vorne nicht. Daneben richtet sich der Protest gegen die geplante Privatisierung von 192 staatlichen Unternehmen und gegen den staatstreuen Gewerkschaftsverband GFTU, der seit seiner Gründung 1952 noch nie einen Streik gebilligt hat.
Das Regime reagiert mit finanziellen Zugeständnissen oder wechselt einzelne, besonders kritisierte Gewerkschaftsfunktionäre aus. Unabhängige Gewerkschaften kann es sich aber nicht erlauben, ohne eine politische Öffnung zu riskieren.
Die Beschäftigten fordern in erster Linie höhere Löhne. Die umgerechnet 80 €uro, die ein Textilarbeiter einschließlich Prämien und Überstunden im Monat verdienen kann, reichen hinten und vorne nicht. Daneben richtet sich der Protest gegen die geplante Privatisierung von 192 staatlichen Unternehmen und gegen den staatstreuen Gewerkschaftsverband GFTU, der seit seiner Gründung 1952 noch nie einen Streik gebilligt hat.
Das Regime reagiert mit finanziellen Zugeständnissen oder wechselt einzelne, besonders kritisierte Gewerkschaftsfunktionäre aus. Unabhängige Gewerkschaften kann es sich aber nicht erlauben, ohne eine politische Öffnung zu riskieren.