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Sextourismus in Ägypten

Verfasst: Mo 03 Okt, 2005 17:03
von Daniel Jackson
Hier kommt also nach langer Ankündigung mein Text über eines der größeren Probleme in Ägypten. Obwohl ich versucht habe, mich kurz zu fassen, ist der Text doch etwas länger geworden. An einigen Stellen findet Ihr Hinweise wie "(Hintergrund: Europa)". Diese verweisen zu Hintergrundinformationen am Ende des Textes.
Lasst Euch bitte durch die Textmenge nicht erschlagen.
;-)


Vorwort:

Alle Fakten im folgenden Text beruhen auf eigenen Erfahrungen, verlässlichen Quellen, aber auch Gesprächen mit betroffenen Personen. Da es sich um ein heikles Thema handelt, sind diese Quellen hier nicht genannt, um niemanden in Probleme zu stürzen. Dem Autor sind sie jedoch bekannt.
Trotz größter Sorgfalt bei der Recherche können sich inhaltliche und sachliche Fehler eingeschlichen haben, für die keine Verantwortung übernommen wird, die aber gern berichtigt werden.
Bitte beachtet, dass dieser Text ausschließlich das Problemfeld "Sextourismus" beleuchtet. Er bezieht sich daher auf eine glücklicherweise relativ kleine Personengruppe und darf keinesfalls verallgemeinernd verstanden werden. Die unter dem Kürzel "BezNess" bekannte Problematik wird hier nicht betrachtet, da sie ein vom Sextourismus zu unterscheidendes Phänomen darstellt.
Copyright auf den gesamten Text, aber auch Textausschnitte liegt einzig bei mir. Falls Ihr den Text oder ein Teil davon in irgendeiner Form verwenden wollt, bitte ich um vorherige Rücksprache.
Viel Spaß beim Lesen, ich freue mich auf eine interessante Diskussion, eigene Erfahrungsberichte und die ein oder andere kritische Anmerkung.


Schatten über dem Land am Nil

Schönes Wetter, schöne „Steine“, nette Menschen – so kennen wir Ägypten. Doch auch in Land am Nil ist nicht alles Gold was glänzt, wer genauer hinschaut kann die Probleme nicht übersehen, die zwar offiziell nicht vorhanden, in der Realität aber sehr wohl existent sind.

Da eine umfassende Diskussion alle Probleme schier unmöglich ist, soll es hier „nur“ um den Problemkomplex des Sextourismus gehen. „Nur“ ist reichlich untertrieben, denn allein darüber könnte man komplette Habilitationen schreiben. Der Problemkomplex unterteilt sich in drei große Bereiche, den salopp formulierten „Rentnerinnenexport“, den schwulen Sextourismus à la „Banana Island“ und die Kindermissbrauch. An dieser Unterteilung werden wir uns orientieren, da trotz vieler Gemeinsamkeiten doch größere Unterschiede bestehen.

Unter dem Stichpunkt „Rentnerinnenexport“ fasse ich ein auf den ersten Blick unsichtbares Problem zusammen, welches sich von den beiden anderen Problemen doch ziemlich unterscheidet. Ich verstehe darunter die Tatsache, dass sich ältere europäische Damen, die, drastisch gesagt auf dem europäischen Dating- und Heiratsmarkt keine Chance mehr haben, ihr Glück in Egypt versuchen. Ebenso zählen aber auch jüngere Frauen, vor allem aus Osteuropa dazu.
Jede Nachfrage schafft sich ihr Angebot und so hat sich z.B. in Luxor quasi ein neuer Berufsstand der Prostituierten gebildet. Männlich, 18-30 Jahre jung und mehr oder weniger gutaussehend sind Attribute, die angesagt und nachgefragt sind. Es winkt das schnelle Geld, wer Glück hat und eine längerfristige „Beziehung“ aufbauen kann freut sich über ein neues Haus, einen neuen-alten Benz und das ein oder andere Extra, welches Mann sich mit einer „normalen“ Beschäftigung mit Sicherheit nicht leisten könnte.
Nun kann man über Prostitution denken was man will, schließlich handeln die jungen Ägypter zwar gesetzeswidrig aber freiwillig, wenngleich man natürlich die Situation im Kontext von Arbeitslosigkeit, Armut und niedrigen Löhnen sehen muss (Hintergrund: Arbeiten in Ägypten). Der „Rentnerinnenexport“ stellt also nicht zwangsläufig ein Problem dar.
Leider beschreiben die Begriffe männlich, 18-30 Jahre alt und mehr oder weniger gutaussehend auch einen anderen Berufsstand, nämlich den typischen ägyptischen Hotelangestellten. Diese Personengruppe fällt damit genau ins „Beuteschema“ der älteren Damen. Hier beginnt das eigentliche Problem, sicher wird der eine oder die andere von Euch schon einmal eine ältere Dame auf „Beutezug“ beobachtet haben. Dabei nutzen diese geschickt die Tatsache aus, dass es in Ägypten nicht „die Freundin“ im europäischen Sinne gibt, eine Heirat aber gleichzeitig eine teure Angelegenheit ist, die Mann sich erst spät leisten kann (Hintergrund: Beziehung und Heirat). Wer dann trotz des „verlockenden“ Angebots der Damen nicht schwach wird, wird mitunter mit unlauteren Mitteln unter Druck gesetzt. Wie wäre es z.B. mit einer Beschwerde beim Hotelmanager über den unfreundlichen Angestellten, den miesen Service oder eine Belästigung durch Hotelpersonal? Wer an seinem Job hängt, steht vor einer schwierigen Situation. Wenn Aufrichtigkeit, Religiösität und gesellschaftliche Werte den Job kosten können ist es offensichtlich, hier liegt ein Problem vor.
Das Problem beschränkt sich aber nicht auf das ägyptische Hotelpersonal, sondern fällt auch auf die touristische Allgemeinheit zurück.
Was für ein Bild von Europa (Hintergrund: Europa) wird hier geschaffen? „Wenn schon die alten Omas mit mir in die Kiste hüpfen wollen, dann wird das knackige junge Ding mit Minirock sicher nur auf mich warten.“ Kann man einen solchen Gedankengang verübeln? Eigentlich nicht, aber er führt zu einigen Unannehmlichkeiten für alle (jüngeren) Frauen, die einfach nur einen entspannenden Urlaub am Roten Meer oder im Hotel der Wahl in Luxor und Assuan verbringen möchten.

Der zweite große Problembereich lässt sich als „Banana Island Syndrom“ zusammenfassen. Er fokussiert sich sehr stark auf Luxor und Assuan.
Darunter verstehe ich den Sextourismus von schwulen Europäern fast aller Altersklassen, die nach Ägypten reisen, um ein Wenig Spaß zu haben, nur dass dabei weniger an Badeurlaub und „Steine gucken“, als an bestenfalls knapp bekleidete Felukkaboys gedacht wird.
Die betroffene Gruppe auf ägyptischer Seite ist vom Alter her ähnlich der Rentnerzielgruppe, fährt mit Vorliebe Felukka oder Motorboot nach „Banana Island“, lenkt eine Kalesche bzw. steht ihren Mann auf dem Bazar. Auch hier spielen wieder die zwei Schlüsselfaktoren Geld und späte Heirat (siehe Hintergrund: Arbeiten in Ägypten, Beziehung und Heirat) eine bedeutende Rolle. Für den männlichen Touristen, der ohne Reisegruppe umherzieht, ergibt sich eine ähnliche Situation wie für die zuvor erwähnten Frauen, die einen entspannenden Urlaub verbringen möchten. Zum Einen ist er allein unterwegs, also auf der Suche nach dem schnellen Vergnügen, zum anderen ist er Europäer (Hintergrund: Europa). Als Konsequenz daraus ergeben sich unzählige, oft sehr eindeutige Aufforderungen zum Sex. Wenn im Laufe eines ganz normalen Gespräches beim Gegenüber plötzlich ein ausdauernder Juckreiz zwischen den Beinen einsetzt, der unbedingt durch ausdauerndes Reiben gelindert werden muss, so handelt es sich vermutlich weniger um einen bösen Zufall als um ausgeklügeltes Geschäftsgebaren. Für begriffsstutzige Europäer tut es auch ein kurzes „You like nubian banana?“ oder ein etwas präziseres „Fuck me!“.
Aus dem „Banana Island Syndrom“ entstehen für den Normal-Individual-Touristen zwar einige nervige und teils unangenehme Situationen (plötzlich fallende Hosen oder vom Wind verwehte Galabijas), die wirklichen Probleme treffen aber die Ägypter. Es sagt schon viel aus, wenn der Rote Halbmond (Pendant zum Roten Kreuz) im Bereich der Fähre in Luxor kostenlose und anonyme Aidstests anbietet, obwohl diese europäische Krankheit offiziell in Ägypten nicht vorhanden ist. Da gesundheitliche Aufklärung bezüglich Aids nicht stattfindet (Hintergrund: Aufklärung und Aids), möchte man das Ergebnis der Testaktion vermutlich gar nicht wissen.

Für den dritten Problemkomplex sind vor allem ältere Herren verantwortlich, die ihren pädophilen Trieb in Europa nicht ausleben können und deshalb (auch Einfachheit halber) nach Ägypten ausweichen. Auch hier fokussiert sich das Problem im Niltal, ganz besonders ist die fährnahe Westbank in Luxor betroffen.
Diese Problem unterscheidet sich stark von den zuvor beschriebenen Problemen, da hier ganz klar ein Straftäter „exportiert“ wird. Die beschriebenen Personen mieten sich in Appartements ein, wo sie dann regelmäßig von Kindern „besucht“ werden, die im Gegenzug Geld erhalten.
Die Probleme liegen auf der Hand und sind die Gleichen wie in Europa. Hinzu kommt erneut das Bild von Europa, welches dieser heranwachsenden Generation eingebrannt wird.

Wie wir gesehen haben, gibt es Probleme, die dringend angegangen werden müssen.
Was können die Ägypter tun?
Es kristallisiert sich schnell heraus, dass eine Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, soziale Absicherung und höhere Löhne das Problem an der Wurzel packen würden. Bei allen Fällen der Prostitution geht es vor allem um’s schnelle Geld, so dass man durch höhere und geregelte Einkommen in „normalen“ Berufen großen Einfluss nehmen könnte.
Ein weiterer Punkt wäre sicherlich, die gesellschaftlichen Regeln bezüglich Beziehungen und Heirat zu überdenken. Dieser Prozess wird langsam ablaufen müssen, denn nicht alles, was in Europa möglich und normal ist kann und sollte von heute auf morgen so übernommen werden. Das Umfeld ist dafür einfach zu verschieden, man denke nur an die Geburtenexplosion, die durch eine Erlaubnis der Beziehung vor der Ehe verursacht werden würde, da wie bereits erwähnt keinerlei Aufklärung stattfindet bzw. das Geld für sowieso nicht verfügbare Verhütungsmittel fehlt. Es gilt, einen guten Weg zu finden, der Neuerungen in das gesellschaftliche Regelwerk integriert, ohne gleich sämtliche haltgebenden Traditionen und Werte zu verdrängen.
Im Bereich des Kindermissbrauchs ist ein Lösungsansatz etwas einfacher, hier darf die Gesellschaft nicht länger wegschauen, sondern muss hart durchgreifen. Dies scheint in letzter Zeit immer mehr ins Bewusstsein vieler Ägypter in den betroffenen Gebieten zu drängen, so dass z.T. schon mitten in der Nacht ältere Herren samt Hab und Gut aus ihren Appartements geflogen sind, der junge Besuch gleich hinterher. Hinzu kommt, dass die Polizei hart mit Ausweisung und lebenslangem Landesverweis vorgeht, falls aussagekräftige Beweise vorliegen, die die Ausweisung eines Touristen auch in der weltweiten Presse begründen können. Hier ist wieder die Unterstützung der Gesellschaft gefragt, die über Hinweise nicht stillschweigend hinwegsehen darf.

Ebenso bedeutend ist die Frage, was wir als Touristen tun können.
Zu aller erst dürfen wir nie vergessen, dass wir immer und jederzeit Botschafter Europas sind.
Angeben mit diversen Affären und Liebschaften ist, wie knappe Minirockbekleidung, absolut fehl am Platze, da es den Eindruck des sexgeilen Europas (Hintergrund: Europa) weiter verstärkt. Wer die Dienste eines Felukkaboy freudig in Anspruch nimmt oder den Hotelbediensteten unter Druck setzt, handelt nicht nur unmoralisch, da er die wirtschaftliche und soziale Situation (Hintergrund: Arbeiten in Ägypten) eiskalt ausnutzt, sondern auch unverantwortlich, da er ein Bild von Europa zeichnet, welches letztendlich auch unseren Sicherheitsinteressen stark zuwider läuft.
Auch in Ägypten heißt es deshalb, sich verantwortungsbewusst und situationsgerecht zu verhalten, um ein Bild der wahren Werte unseres Kulturkreises zu zeichnen. Dazu sollten eher Freiheit, soziale Verantwortung, Toleranz und Respekt als Sitten-, Zügel-, Charakter- und Verantwortungslosigkeit zählen.


Hintergrund: Europa

In den Augen vieler Ägypter ist Europa der Kontinent der wirtschaftlichen Prosperität und des allgemeinen persönlichen Reichtums. Die Menschen verdienen selbst bei den einfachsten Arbeiten Summen, die für ägyptische Verhältnisse kaum vorstellbar sind (vgl. Hintergrund: Arbeiten in Ägypten). Arbeitslosigkeit ist nicht vorhanden. Das die Lebenshaltungskosten in Europa wesentlich höher als in Ägypten sind und damit die Löhne wieder relativieren, wird entweder nicht verstanden oder verdrängt.
Gleichzeitig ärgern sich viele Ägypter über die zügellosen und freizügigen Europäer, deren gesamtes Leben wie ein einziger Pornofilm erscheint. Sex vor der Ehe, täglich wechselnde Freundinnen, nach Möglichkeit mehrere gleichzeitig und vielleicht noch ein „Boyfriend“ nebenbei scheinen in Europa alltäglich zu sein, eine Ansicht, die besonders bei der jungen Generation weit verbreitet scheint. In wie weit sich daraus die Wünsche dieser Generation ablesen lassen ist sicher nicht ganz einfach zu beantworten.


Hintergrund: Arbeiten in Ägypten

Die Löhne in Ägypten liegen auf einem für Europäer kaum vorstellbaren Niveau. Ein Tempelwächter verdient um die 150 LE im Monat, ein Lehrer 230 LE und ein Polizist ca. 300 LE. Umgerechnet entspricht dies ca. 21€, 33€ bzw. 43€ pro Monat. In vielen Berufen wie auf dem Bazar, als Motorboot-, Felukken-, Kalesche- oder Taxifahrer gibt es überhaupt kein geregeltes Einkommen, besonders der Sommer stellt auf Grund der geringen Touristenzahlen ein Problem dar. Im Vergleich dazu verdient ein Felukkaboy schnell 150 LE in einer halben Stunde, wenn er den richtigen Fahrgast geladen hat.
Soziale Absicherung und Gesundheitsvorsorge sind überlastet und komplett unzureichend, eine Rente bekommen nur Staatsbedienstete, der Hauptgrund, warum Jobs bei der Bahn, der Polizei oder als Tempelwächter so begehrt sind.
Berücksichtigt werden muss aber, dass viele Familien ein Stück Land besitzen, auf dem sie zumindest einige Grundnahrungsmittel anbauen.
Komplett unterscheidet sich das Leben der ägyptischen Oberschicht, welches aber für die angesprochene Problematik keine Rolle spielt.


Hintergrund: Beziehung und Heirat

Eine Beziehung zwischen Mann und Frau bzw. heranwachsenden Teenagern vor einer möglichen Heirat gibt es nicht, da gesellschaftliche Normen dies verbieten. Vorehelicher Sex unter Ägyptern ist dementsprechend praktisch nicht möglich, auch wenn von vereinzelten Ausnahmen auszugehen ist.
Inzwischen scheint es zumindest in Luxor auch junge Prostituierte zu geben, die ihre Dienste einer jungen ägyptischen Zielgruppe anbieten. Ob und in wie weit dies wirklich der Fall ist, ist jedoch schwer zu beurteilen.
Homosexuelle Partnerschaften werden nicht akzeptiert, sind aber im Verborgenen durchaus vorhanden.
Eine Heirat ist extrem teuer und aufwändig, da Mann ein Haus besitzen und eine Mitgift (u.a. Gold) anschaffen muss. Aus diesem Grunde finden die Hochzeiten erst viel später statt, als dies vielleicht auf Grund der sonstigen gesellschaftlichen Regeln gewünscht wäre.
In den westlich geprägten Metropolen wie Kairo oder Alexandria weicht die Situation teils erheblich vom hier beschriebenen Regelfall ab.


Hintergrund: Aufklärung und Aids

Aids wird von großen Teilen der Bevölkerung als typisch westliche Krankheit angesehen, vielleicht auch als gerechte Strafe für den „europäischen“ Lebenswandel (vgl. Hintergrund: Europa). Eine Aufklärung über Sexualität, aber auch im Besonderen über das HIV-Virus und Ansteckungsmöglichkeiten findet keinesfalls flächendeckend, höchstens in Einzelfällen statt.
Ansichten, wie dass man mit ein paar Medikamenten nach einer HIV-Infektion wieder gesund würde, oder dass Allah mit helfender Hand eingreifen würde sind dementsprechend weit unter den Menschen verbreitet, denen der Begriff „Aids“ überhaupt bekannt ist.
Das „Joint United Nations Programme on HIV/AIDS“ (www.unaids.org) vermeldet 12.000 HIV-Infizierte in Ägypten, Stand Ende 2003. Im Laufe des Jahres 2003 sind nach Auskunft der gleichen Quelle 700 Menschen an Aids gestorben. Wie zuverlässig diese Zahlen sind sei dahin gestellt, die Dunkelziffer wird sicher wesentlich höher liegen.

Verfasst: Mo 03 Okt, 2005 17:53
von Uli
Hallo DJ,

ein sehr guter, aber doch erschreckender Bericht! Vielen Dank für Deine Mühe!
Wo soll das nur noch hinführen :(

Gruß
Uli

Verfasst: Mo 03 Okt, 2005 18:39
von bint_hathor
Hallo, Daniel,
vielen Dank für Deine Fleißarbeit! Es ist wirklich erschreckend, das zu lesen - ich fürchte nur, dass es die, die es nötig haben, wieder mal nicht mitkriegen... oder ignorieren.
Man kann nur hoffen, dass sich in puncto Aufklärung in jeder Beziehung in Ägypten etwas ändert. Was ich auch nicht verstehe, ist, dass eine Hochzeit mit dermaßen viel Pomp und Aufwand gefeiert werden muss, wenn die Leute doch schon wenig Geld verdienen! Können sie es sich denn nicht leichter machen? Wenn sie früher heiraten könnten, gäbe es sicher auch nicht diesen sexuellen Notstand!
Und was ich auch schlimm finde in dem ganzen Zusammenhang: wenn man sich klar macht, was da so alles läuft, kann es einem nur grausen, was die Ägypter für ein Bild von uns Europäern bekommen! Aber ich denke, daran ist nicht nur unser eigenes Verhalten schuld, sondern auch das Fernsehen (da laufen garantiert nicht nur einheimische Filme!) - da wird ja sicher nicht die Realität vorgegaukelt! Aber so lange man nicht mit der Wirklichkeit vergleichen kann, glaubt man es eben, dass der Europäer täglich die Freundin wechselt wie die Hemden etc....
Das Ganze führt dann dazu, dass man sich mit nur noch größerem Misstrauen begegnet - schade.
Man kann nur immer wieder betonen: wir dürfen von unseren Mitmenschen kein besseres Benehmen erwarten als das, das wir ihnen selbst entgegen bringen. Begegnen wir ihnen mit Verantwortung!
Mein Wort zum Sonntag (oder Montag oder jeden Tag :wink: )
bint_hathor

Verfasst: Mo 03 Okt, 2005 19:22
von Alexander
salam

ich kann den Bericht von Daniel nur bestätigen. Ich war jetzt ein paar mal in Luxor aber so schlimm wie im April war es noch nie. Wenn man allein unterwegs ist, wird man relativ oft angequatscht - und zwar ziemlich offen, zum Teil auf der Fähre mit lauter Leuten drumherum. Es ist ziemlich nervig. Das schlimmste ist, dass selbst Kinder (Knaben so ab 14 Jahren) aktiv sind. Man muss jetzt höllisch aufpassen, dass man ein ernstgemeintes Angebot (d.h. eine Einladung zum Tee - üblich in Ägypten) von einem Sexangebot unterscheidet.

ma salama
Alexander

Verfasst: Mo 03 Okt, 2005 20:32
von Susi
Hallo!

Ich finde das wirklich sehr schlimm. Von daher bin ich auch immer geschockt, dass viele oben ohne am Strand sein müssen. Man sollte das echt nicht machen.
Wir haben uns mit einem Ägypter unterhalten. Er meinte das ist alles nicht gut. Auch hat er gesagt, dass vor allem russische Frauen die Ägypter immer heiß machen und das wird absolut nicht gerne gesehen. Damit hier nichts falsch verstanden wird. Ich habe persönlich nichts gegen andere Nationen. Das war eben die Aussage eines Ägypters in Safaga.
Man muss echt genau aufpassen, keinen vor den Kopf zu stoßen. Viele Ägypter sind sehr nett und meinen es wirklich auch gut.
Viele Grüße
Susanne

Verfasst: Di 04 Okt, 2005 10:27
von Jasmine
vielen dank dj für deinen bericht, der auch für mich sehr schockierend war. selbstverständlich wusste ich vom sextourismus in ägypten, doch das es auch eine schwulenszene und kindsmissbrauchsfälle gibt, war für mich absolut schockierend und unvorstellbar, wenn mans nicht mit eigenen augen gesehen hat.
ich finde es eine schweinerei wie einige europäer die armut dieses landes somit schamlos ausnutzen, nur um ihre bedürfnisse zu stillen. da muss man sich schon für seine eigenen leute schämen.

es sei noch gesagt das es sich beim sextourismus, und wie du es so schön sagst, renterinnenexport, nicht nur um "alte" europäerinnen handelt und um "junge" russinen, es gibt auch deutsche, franzosinnen, schweizerinnen, usw. und zwar junge frauen, ab 16 bis ???? jahre alt welche mit ägyptern beziehungen führen.

inzwischen ist es vielleicht oft sogar so, das ägypter das geschäft mit den europäerinnen entdeckt haben und diese auch schamlos ausnutzen und ihnen die grosse liebe vorspielen (--> www.1001geschichte.de). natürlich ist das oft sehr schlimm für die betroffenen frauen, doch wenn man vom ägypter ausgeht, dann muss man vielleicht schon sagen, das er einfach das bild einer europäerin hat, und vielleicht denkt, die dadrüben haben sowieso alles, und wir hier haben nichts. der wird es schon nicht schaden wenn ich ihr ein paar euros abknüpfe. an die seelischen schäden, die eine solche frau wohl erleidet, denken die gar nicht. gut, das entschuldigt das ganze natürlich nicht. aber ich kann mich auf keine der beiden seiten stellen. einerseits, europäerinnen, die darauf reinfallen (möchte diese hier nicht verurteilen, wer weiss was einem noch alles erwartet in seinem leben, vielleicht kann das jeden passieren) und andererseits, die ägypter die das bild der europäer als reiche, offen für alles, billig rum laufend, obenohne am strand liegend, im string-tanga durch die gegen laufende kennen. ehrlich gesagt, die können doch nicht anders als alle in einen topf zu werfen. das geld brauchen sie halt auch, um ihre gesamte sippschaft zu ernähren.

ein sehr heikles thema das ganze, ich hoffe wir können uns hier auf normalem niveau weiter darüber unterhalten.

jasmine

Verfasst: Di 04 Okt, 2005 11:11
von Juno
Käuflicher Sex sei ja das „älteste Gewerbe“ der Welt, wird gesagt, und existiert in allen möglichen „Ausprägungen“ seit Jahrtausenden. Relativ neu ist allerdings das Phänomen, dass käuflicher Sex ein Teil der westlichen Urlaubswelt geworden ist und dass massiv das ökonomische Ungleichgewicht zwischen „Erster“ und „Dritter Welt“ ausgenutzt wird. Luxor ist hier noch nicht einmal ein besonders typisches Beispiel. In den entsprechenden „Ratgebern“ (ob gedruckt oder im Netz) finden sich unzählige Hinweise, wo und wie die jeweiligen sexuellen Vorlieben befriedigt werden können. Es stimmt schon, dieses Phänomen würde sich auf ein „normales“ Maß zurückschrauben, wären die wirtschaftlichen Unterschiede nicht so groß. Aber auf eine Änderung in absehbarer Zeit zu hoffen, ist utopisch. Wir werden damit leben müssen...
Ich finde es gut, dass Daniel diese Thematik aufgegriffen hat. Die „heile Urlaubswelt“ viele Risse. Dies wird bei Sonne, Sand und Altertümern schnell vergessen.

Verfasst: Di 04 Okt, 2005 14:04
von bint_hathor
"Ältestes Gewerbe der Welt" - schön und gut (??), so lange alles mit der nötigen Diskretion abläuft und Unbeteiligte nicht zu unfreiwilligen Zeugen werden und niemand dabei ausgenutzt oder geschädigt wird. Muss jeder für sich selbst entscheiden, was er sich selbst und anderen antut. Aber spätestens beim Thema AIDS hört der "Spaß" auf und man sollte sich seiner Verantwortung nicht entziehen!
Manche Ägypter sind schon echte Charme-Bolzen (ob mit oder ohne Hintergedanken), da kann's einen schnell "erwischen", selbst wenn man es nicht eingeplant hat - man sollte also nicht unbedingt jedes Lächeln gleich persönlich nehmen.
Mich regt es auch auf, wenn die Reiseleiter über Land und Leute berichten und mit einem Satz erwähnen "Prostitution ist nicht erlaubt" (genauso wie "Beschneidung von Mädchen ist verboten" - haha!) und sämtliche diesbezüglichen Probleme totschweigen! Friede, Freude, Eierkuchen... :shock:
Eine Frage noch an Daniel: wie ist es eigentlich auf den Nilschiffen?? Kann man als Alleinreisende sich da noch unbehelligt aufhalten? Ich muss sagen, vor 1 1/2 Jahren ist mir nichts aufgefallen; obwohl wir uns mit den jungen Kellnern oft unterhalten haben, sind wir nie in irgendeiner Weise angemacht worden (Ausnahme war nur der notorisch flirtende und auch mal grapschende Reiseleiter). Aber wenn ich das nächste Mal vielleicht alleine nach Ägypten reise (der Rest der Familie hat unverständlicherweise andere Pläne), würde ich schon gerne wissen, ob ich mir ein Schild umhängen muss: "Bin zwar 50 und blond, aber nicht auf der Suche"....
Viele Grüße,
bint_hathor

Verfasst: Di 04 Okt, 2005 14:14
von Uli
bint_hathor hat geschrieben:Eine Frage noch an Daniel: wie ist es eigentlich auf den Nilschiffen?? Kann man als Alleinreisende sich da noch unbehelligt aufhalten?


Also wir waren ja erst vor ein paar Wochen auf nem Nilschiff und auch ne Woche auf dem Nassersee.
Wir waren auch zu zwei Mädels auf dem Schiff und keiner hat uns angegraben.
Ich vermute mal, dass auf so einem Schiff doch noch ein recht ruhiger Ort ist. Andererseits kommt es bestimmt auch viel darauf an, wie man selber auftritt.
Denk ich mal...

Gruß
Uli

Verfasst: Di 04 Okt, 2005 14:23
von bint_hathor
Hallo, Uli,
Andererseits kommt es bestimmt auch viel darauf an, wie man selber auftritt.
- das auf jeden Fall! Ich gehe mal davon aus (bzw. ich hoffe), dass auf den Schiffen immer noch die meiste Kultur anzutreffen ist - in jeder Beziehung... :wink: Ich hab aber auch schon gelesen, dass auch da nichts unmöglich ist :x :oops: ...
Viele Grüße,
bint_hathor

Verfasst: Di 04 Okt, 2005 14:58
von Juno
Keine Panik, bint_hathor. Daniel hat geschrieben, dass die Damen (!) aus dem Westen die ägyptischen Boys bedrängen. Nicht umgekehrt.

Verfasst: Di 04 Okt, 2005 16:16
von Dr. Karl H. Leser
Damen (!) aus dem Westen die ägyptischen Boys bedrängen.
das ist leider nur die halbe Wahrheit, die Aktionen gehen durchaus auch von den Boys aus - und zwar ohne Aufforderung durch Damen. Wie DJ schon oben schrieb, eine Dame aus dem Westen ist ggf., wenn sie die Situtation nicht beherrscht, eine erträgliche Einnahmequelle und somit ein lohnendes Objekt.

Iufaa

Verfasst: Di 04 Okt, 2005 21:04
von bint_hathor
die Aktionen gehen durchaus auch von den Boys aus
- das hat mir auch eine ältere Dame erzählt, die die meiste Zeit des Jahres in Luxor lebt und arbeitet - und die halte ich garantiert für seriös und glaubhaft.
Also ist die Bereitschaft wohl durchaus auf beiden Seiten vorhanden.
Keine Panik, bint_hathor
- nö, Panik hab' ich keine; ich muss nur mein Menschenbild mal wieder ein bisschen zurecht rücken... ich werd' schon damit fertig werden (und mit den Boys auch :wink: :lol: ) !
Viele Grüße,
bint_hathor

Verfasst: Fr 07 Okt, 2005 15:04
von Conny-BS
Klasse DJ

Ein sehr spannendes Thema wie ich finde, wenn auch zugleich sehr traurig. Vieles macht mich einfach auch nur wütend.

Und was mich noch mehr wundert ist, das so ein Thema so schnell „abgearbeitet“ zu sein scheint. :cry:

Als ich 2000 – als recht neuer Ägyptenfrischling in El Gouna war, erzählte uns die Reiseleiterin schon von diesem Problem. Ich hatte mir bei meinen bisherigen Kurz-Reisen (ab 1995) nie viele Gedanken darüber gemacht und es doch immer wieder bemerkt.
Das änderte sich mit der Zeit. Ich beschäftigte mich immer mehr mit diesem Land, seinen Menschen und denen - die als Touris kommen. Inzwischen habe ich erstaunliches herausgefunden (jedenfalls für mich). Was nicht immer so leicht zu verstehen ist. Das ist das eine.

Das andere ist: wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist die Angelgenheit doch recht offensichtlich. In Hurghada jedenfalls.
Jetzt werden sicher einige aufheulen –Hurghada ist nicht Ägypten. Das finde ich nicht.
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Eine große Zahl der Touristen weiß doch rein gar nichts über die Kultur.

In Ägypten-Foren habe ich auch solche Fragen schon gelesen:

Hallo, wir fliegen mit einer Gruppe nach Ägypten, wo ist da richtig was los und wo treffen wir Mädels?? Freuen uns über jeden Hinweis!
Micki


Dolce Vita ist angesagt. Soll es ja auch, aber es gibt m.E. Regeln. Viele denken mit ihrem AI-Bändchen haben sie gleich die Menschen vor Ort mit „gekauft“ Das ist überall das selbe.

Wenn ich Respekt gelernt habe, wende ich ihn instinktiv an, oder hatte halt ne schlechte Kinderstube.

Was ist das überhaupt für ein Land in das ich reise??? das fragen sich doch die wenigsten.

@ Ulli schrieb: Andererseits kommt es bestimmt auch viel darauf an, wie man selber auftritt. Denk ich mal... Das sage ich auch immer.

Ich wollte mal Unterschiede in der "Behandlung" rausfinden, gab es sie?? Das war ganz einfach auszutesten. Ich habs gemacht. Ich bin mit offen blonden Haaren im und ums Hotel und dann mit zusammengebunden und ner Sonnenbrille los und hochgeschlossener Jacke. Ich erlebte einen Unterschied wie Tag und Nacht. Zumal ja ganmz schnell im Hotel jeder weiß, das man alleinreisede ist.

Mir schrieb ein Mann: das wäre ja wohl eine Zumutung für seine Freundin mit ner langen Hose und einen Ärmelt-Shirt bei 35° rumzulaufen.
Kommt das rüber was ich sagen will?? :?:

@ DJ schrieb:
Ebenso bedeutend ist die Frage, was wir als Touristen tun können. Zu aller erst dürfen wir nie vergessen, dass wir immer und jederzeit Botschafter Europas sind. Angeben mit diversen Affären und Liebschaften ist, wie knappe Minirockbekleidung, absolut fehl am Platze, da es den Eindruck des sexgeilen Europas (Hintergrund: Europa) weiter verstärkt. ................Sicherheitsinteressen stark zuwider läuft.

Ganz meiner Meinung, ich habe schon so manche verbale Kloppe bekommen weil ich dieser Meinung bin. Immer wieder höre ich den Satz, schließlich bringen wir das Geld. Das Hirn ist zu klein und der Egoismus zu groß.

Auch in Ägypten heißt es deshalb, sich verantwortungsbewusst und situationsgerecht zu verhalten, ...............Charakter- und Verantwortungslosigkeit zählen.

Hier habe ich ab und zu das Gefühl - das Global (Ich meine unser Ansehen) nichts mehr zu reparieren ist. Ich als einzelne kann handeln. Wir sind ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.

In den Augen vieler Ägypter ist Europa der Kontinent der wirtschaftlichen Prosperität und des allgemeinen persönlichen Reichtums........., wird entweder nicht verstanden oder verdrängt.

Bei vielen geht das einfach über ihre Vorstellungskraft. Das habe ich in Gesprächen schon oft erlebt.

Noch mal zurück zur Überschrift: Die ägyptische Frauenrechtlerin Nawal el-Saadawi thematisierte als Erste die Prostitution im eigenen Land. Auch das Tabuthema INZEST brachte sie an die Öffentlichkeit. Das ist viele jahre her.

Ich hatte mich vor über einem Jahr damit beschäftigt und folgendes zusammengetragen. (Stand Anfang 2004)

Offiziell gibt es keine PROSTITUTION in Ägypten:

Ziemlich offen beschrieben wurde sie aber schon im ersten Drittel des
19. Jahrhunderts.
Das ist heute lange nicht mehr so. Ein großer Teil der „Arbeit“ von Prostituierten findet heute versteckt und als- Räuber – und Gendarm- Spiel mit den islamischen Sittenwächtern der Polizei statt. Es gibt aber inzwischen eine Menge aus Osteuropa eingeschleuste Frauen -angeworben wurden diese ursprünglich als Hoteltänzerinnen. Da es keine Bordelle gibt, oder einen sogenannten „Stellenmarkt“ durch Kleinanzeigen in den Tageszeitungen für dieses speziellen „Gewerbezweig“, werden die entsprechenden Telefonnummern nur unter der Hand und sehr diskret weitergereicht.
In Kairo gibt es eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich besonders um den „Babystrich“ rund um den „Ramses-Bahnhof“ kümmert. Der Bahnhof befindet sich im Unterschichtenviertel von Kairo. Dort sollen sich nur Jungen von 12 Jahren aufwärts für ein paar LE anbieten.

Nachtrag: Es kann sein, das der "Treff" im Tourismus auch schon angekommen ist. Aber ich denke, das ist ein internes Problem.

Ich glaube jetzt höre ich mal auf, sonst sitze ich morgen noch hier!

Gruß conny :wink:

Verfasst: Fr 07 Okt, 2005 17:08
von Daniel Jackson
Zu allererst mal vielen Dank für die interessanten Beiträge und den regen Meinungsaustausch. Ich hoffe, das setzt sich so weiter fort, denn es gibt mit Sicherheit noch viel zu diskutieren, berichten und anzumerken.

Im Folgenden jetzt ein Beitrag, welchen ich zugesand bekommen habe und hier nach Absprache anonym einstellen möchte.

Hallo Daniel,

das was du schilderst, ist richtig und es ist noch längst nicht alles.

Prostitution ist auch in Hurghada - am Tage ist es ein "anständiges" Cafe und gegen Abend ist dann oben drüber ein Bordell wo die Frauen für 50 LE die Nacht arbeiten - die Nacht für 50 LE - wohlbemerkt.

Viele der Ägypter haben viele Frauen - die natürlich nichts voneinander wissen - und bekommen ständig Geld - mir sind einige bekannt, die sich eine Wohnung im (...) gekauft haben, finanziert von verschiedenen Frauen, die dann immer denken...mein Mann und unsere Wohnung - die ganze Familie spielt mit. Andere lassen sich ein Studio (Fotosafari) für Video-Filme einrichten und es kostet natürlich immer viel, von dem restlichen Geld wird dann geheiratet- natürlich eine Einheimische - ich könnte noch endlos aufzählen, aber es ähnelt sich.

Aber ganz schlimm finde ich, das in Kairo einige Frauen ihre Kinder für "Stunden" verkaufen um etwas zu Essen zu kaufen.

Im sog. Müllviertel verhungern viele Kindern, ich kenne einen Ägypter, der dort bis zu seinem 13. Lebensjahr "lebte" und mit vielen Tricks überlebte, er hat mir Dinge erzählt - ich konnte nur heulen - Kindern verhungern, Kindern werden getötet und die Nieren, Herz usw. werden verkauft.
Viele Frauen prostituieren sich um zu überleben.

Dies wurde mir dann auch noch von anderer Seite bestätigt.

Vielleicht kennst du diesen Link: http://www.yallaev.de/index.html
(...)
Aber es gibt dort so viele schlimme Dinge, die man als normaler Touri sowieso nicht mitbekommt
(...)