Tauchen mit 11?

Tauchen & Schnorcheln in Ägypten (und dem Rest der Welt) sowie News und alles was dieses Hobby betrifft

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Lotus

Tauchen mit 11?

Beitragvon Lotus » So 04 Mai, 2008 00:25

Wir werden vom 18.-23.05.08 im Anschluss an Nilkreuzfahrt und Kairo ein paar Tage im Swiss Inn Dahab verbringen.
Unser Sohn - ein sehr guter Schwimmer und Schnorchler - ist fasziniert von der Unterwasserwelt und möchte schon seit Jahren tauchen lernen. Bisher waren wir der Meinung, er sei noch zu klein und zu jung dafür. Inzwischen ist er fast zwölf. Wie sieht es mit einem Tauchkurs in diesem Alter aus? Wer hat Erfahrungen mit Jungs in diesem Alter? Ist die Tauchschule im Swiss Inn zu empfehlen?

Wir drei anderen werden definitiv "nur" schnorcheln. Ein paar Tipps dazu habe ich mir schon im Forum herausgepickt. Dieses Forum ist wirklich eine Fundgrube!

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Isis
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Beitragvon Isis » So 04 Mai, 2008 10:21

salam

erst mal danke für das lob an das forum.

hast du hier auch schon mal nachgeschaut --> http://isis-und-osiris.de/isisosiris/ma ... urs+kinder

ma salama

... isis ....

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Exi
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Beitragvon Exi » So 04 Mai, 2008 15:09

Hallo Lotus
Isis hat Dir einen schönen Link eingestellt , da findest Du eigentlich auf alle Fragen eine Antwort
Ich selber würde aber sagen das ihr noch die Finger davon lassen solltet , mein Sohn taucht mit mir zusammen (er ist aber schon 30 :-D ) aber ich würde keinem Kind unter 14 Jahren empfehlen einen Tauchkurs zu besuchen , in diesem Alter sind sie einfach noch nicht reif genug ihr Tun und Handeln unter Wasser richtig einzuschätzen , ein gravierender Fehler und das war es dann . Auch würde ich immernoch von den Ausbildungen im Urlaub abstand nehmen (obwohl sich der Stand ja wohl verbessert hat ) ich würde jedem empfehlen die Tauchausbilung zu Hause zu machen , klar ist das nicht so schön bunt wie im Roten Meeer , aber wer in unseren heimischen Gewässern zur Zeit der Wasserblüte oder wenn es trübe und schlammig ist keine Panik bekommt und immer wieder zum Ausgangspunkt zurückfindet der kann auf der ganzen Welt tauchen . Redet mal mit Eurem Spross darüber und er müsste einsehen (wenn es im ersten Moment auch schwer fällt ) das ihr recht habt.
So jetzt schönen Urlaub und schönes Schnorcheln
L.G.Exi 8)

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Mel
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Tauchen mit 11

Beitragvon Mel » So 04 Mai, 2008 19:41

Hallo Lotus,
da du "nur" Gast bist, kann ich dir leider keine PN schreiben.
Das Thema wird immer sehr heftig diskutiert im Netz und man sollte sich das ganze wirklich ganz genau überlegen.
Unser Sohn hat in dem Alter seinen Tauchschein gemacht, obwohl mein Mann und ich erst sehr extrem dagegen waren. Wir sind beide auch Taucher und gerade deshalb sollte "der Zwerg" noch warten. Gespräche mit diversen Tauchlehrern, unserem Taucharzt und einer sehr gründlichen Einschätzung unseres Sohnes hat uns dann doch dazu gebracht ihm seinen großen Wunsch zu erfüllen. Ich persönlich finde man kann es einfach nicht am Alter festmachen.
Wenn du magst kannst mich ja mal per pn anschreiben, dann kann ich dir von der Ausbildung noch näheres berichten.

Gruß

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Elblupp
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Beitragvon Elblupp » Mo 05 Mai, 2008 09:54

wenn der Junge den Stoff den er lernen muss auch versteht ( physikalische Gesetze) und begreifft was mit seinem Körper unterwasser abgeht, spielt es keine Rolle ob man 11 oder 14 ist.
Es gibt speziell ausgebildete Kinder-Tauchlehrer, die darauf geschult sind, den Kids den Ausbildungsstoff spielerisch und einfach zu erklären. am besten bei der Tauchbasis nachfragen ob sie auf Kinderausbildung spezialisiert sind. Wenn ja, stehen dem Jungen spannende und intressante Ferien bevor :grin:

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Mel
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Beitragvon Mel » Mo 05 Mai, 2008 10:19

Elblupp hat geschrieben:wenn der Junge den Stoff den er lernen muss auch versteht ( physikalische Gesetze) und begreifft was mit seinem Körper unterwasser abgeht, spielt es keine Rolle ob man 11 oder 14 ist.


wie Recht du hast ;-)
Mein Sohn hat die ganzen Formeln und Gesetze und vor allem die Dekotabelle schneller verstanden als ich :oops:
In seinem Kurs (er war der einzige Junior und die machen ja den gleichen Test) hat er übrigens am besten abgeschnitten....

Wichtig ist aber, dass die Kinder nicht nur euphorisch an die bunten Fische denken, sondern schon auch Ruhe bewahren müssen und sich bewusst sind, was sie dort machen und wie sie reagieren.

Wenn man dann noch (so wie wir) das riesige Glück hatte einen tollen Tauchlehrer zu haben, der toll mit Kindern arbeiten kann, dann steht einem gemeinsamen Familienhobby nix mehr im Weg. Wobei wir für uns entschieden haben, dass unser Sohn hier im Tauchverein, sein Wissen und seine Kenntnisse erweitern wird. Hier im "kalten, dunklen" See wird er sicher erstmal noch nicht tauchen. Damit lassen wir uns noch Zeit und da wir auch hier tolle Tauchlehrer haben, werden die ihn, wenn es soweit ist, ans Tauchen in dt. Seen heranführen

Gruß

Kashahara
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Beitragvon Kashahara » Mi 14 Mai, 2008 16:58

Elblupp hat geschrieben:wenn der Junge den Stoff den er lernen muss auch versteht ( physikalische Gesetze) und begreifft was mit seinem Körper unterwasser abgeht, spielt es keine Rolle ob man 11 oder 14 ist.



Wenn man als Elternteil versteht, welche physikalischen Gesetze beim Tauchen auf den Körper des Kindes in entscheidenden Wachstumsphasen einwirken und begreifft was mit diesem Körper unterwasser in einer uns lebensfeindlichen Umwelt abgeht, spielt es für verantwortungsbewusste Eltern eine sehr grosse Rolle, ob ihr Kind 11 oder 14 ist.

Für den Fragesteller:

Diese Frage kann dir kein Internetforum beantworten.. Da du ja verantwortungsbewusst bist (sonst hättest du hier nicht gefragt), solltest du dich unbedingt in das Thema richtig einlesen. Damit meine ich medizinische Fachliteratur. Diese erfordert natürlich Zeit und Mühe. Da wirst du unter Umständen herausfinden, dass es kaum Langzeitstudien über Stickstoffschädigungen von wachsenden Geweben oder ähnliches gibt.

Tauchen ist ein Risikosport in feindlicher Umgebung, auch wenn es einige Firmen, Verbände und Personen anders propagieren. Tauchen ist nicht "fun and adventure", aus Spass kann hier sehr schnell bitterer Ernst werden, auch im Urlaub, auch hinter einem Guide hinterhertauchend, auch mit "Kindertauchlehrer".

Denk daran, schnorchelnd sieht dein Sohn auch sehr viel vom Meeresleben, doch mit viel geringerem Risiko.

LG Tina

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Mel
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Beitragvon Mel » Mi 14 Mai, 2008 17:59

@Tina, inzwischen gibts es übrigens schon einige medizinische Studien zum Thema Kindertauchen. Ganz so neu ist das ganze ja auch nicht mehr.

Natürlich stimme ich dir zu, dass man als Eltern sehr verantwortungsvoll mit diesem Thema umgehen sollte.
Wie bei anderen Sportarten auch, gibt es einfach Risiken, die es gilt so gut wie möglich auszuschließen.
Aber ich finde es einfach nicht okay, wenn jemand als verantwortungslos gilt, nur weil das Kind tauchen lernt, obwohl es noch nicht 14 ist. denn auch mit 14 ist der Körper noch im Wachstum. Also ist die Problematik die gleiche...
Du sprichst von Stickstoffschädigungen im wachsenden Gewebe.... dieses Argument würde jedoch bedeuten, dass man erst tauchen darf, wenn man komplett ausgewachsen ist - und das ist mit 14 auch noch nicht der Fall.

Ich denke zwischen 11 und 14 ist eher der Verstand/das Verhalten etc ein wichtiger Punkt. Und da gibt es einfach riesige Unterschiede bei den Kindern.

Wir haben uns zu diesem Thema sehr umfassend informiert (über eine sehr lange Zeit) und erst nach gründlichsten Untersuchungen und Beratungen bei unserem Facharzt für Tauch- und Überdruckmedizin unsere Zustimmung gegeben.

Da dieses Thema aber nunmal ein großes Diskussionspotential hat ;-) sollten wir einfach zu folgendem Punkt kommen und ich denke da sind wir uns wohl einig:

Tauchen ist nunmal kein Sport wie Fußball, Tennis usw. den man einfach mal ausprobiert nur weils halt grad eben toll ist und das Kind die Fische mal von unten sehen will.

Und ab welchem Alter es nun sinnig ist oder nicht ist ja nun sogar unter Experten umstritten.

Wenn sich Kinder mit dem Schnorcheln zufrieden geben, dann ist das sicher die "risikoärmere" Alternative, das ist klar.

Wir allerdings genießen alle zusammen unseren Familiensport und ich würde es genauso wieder machen. Wenn alle Voraussetzungen genauso sind, wie sie bei uns nunmal waren...

Gruß

billbo
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Beitragvon billbo » Mi 14 Mai, 2008 18:31

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Beitragvon Elblupp » Do 15 Mai, 2008 05:57

billbo hat geschrieben:
Mel hat geschrieben:Da dieses Thema aber nunmal ein großes Diskussionspotential hat


Deinem Kind signalisierst du, durch deine Zustimmung zum Tauchen, das keine unmittelbare Gefahr besteht.

Jedes Kind das vom Verstand her alt genug ist um zu Tauchen würde auch verstehen das es nicht Tauchen darf.

Gruß Billbo



das glaubst du jetzt aber selber nicht, oder?

zustimmung zum Skateboarden oder Mountainbiken ist dann was anderes oder wie? Da besteht keine Gefahr?

sorry, aber deine Meinung kann ioch nicht teilen.........

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Beitragvon Go Ralle » Do 15 Mai, 2008 08:00

Kashahara hat geschrieben:Tauchen ist ein Risikosport in feindlicher Umgebung, auch wenn es einige Firmen, Verbände und Personen anders propagieren. Tauchen ist nicht "fun and adventure", aus Spass kann hier sehr schnell bitterer Ernst werden, auch im Urlaub, auch hinter einem Guide hinterhertauchend, auch mit "Kindertauchlehrer".


hallo,

also die aussage kann man so ja nicht stehen lassen.
natürlich ist tauchen "fun and adventure"
und feindliche umgebungen hast du auch schon auf dem weg in den urlaub, nämlich genau dann wenn du im flieger in 10km höhe, in eine aludose gezwängt zu deinem urlaubsort fliegst.
bis denne

Ralf


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Beitragvon Kashahara » Do 15 Mai, 2008 09:57

Nein Ralf, ist es nicht!

Klar, solange alles gut geht, prima.
Aber was wenn ein Problem auftritt, oder mehrere (die meisten Unfälle sind Verkettungen mehrerer Probleme).

Ich weiss aus eigener Erfahrung wie schnell aus Spaß Ernst werden kann. Und wie verdammt schmal dann der Spalt zwischen Rettung und Tod ist.
Für mich selbst gehe ich das Risiko ein, für ein (mein) Kind, niemals!

Und wenn ich dann in Ägypten Gruppen von 5-6 Tauchanfängern/Seltentauchern seh, die hinter einem Guide hertauchen und sich blind auf ihn verlassen: Einem Problem kann er helfen, aber was wenn zwei Leute UW Probleme bekommen? Dann hilft der beste Tauchlehrer nichts.

Von daher ist Tauchen nicht "Fun and Adventure" sondern Risikoabwägung, Training und überlegtes Handeln in einer fantastischen, aber uns fremden Welt.

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Go Ralle
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Beitragvon Go Ralle » Do 15 Mai, 2008 11:54

na ja, so hat jeder seine ansichten.
für mich bleibt tauchen immer noch "fun and adventure" wobei ich dir in sachen risikoabwägung, training und überlegtem handeln völlig recht gebe. dabei muss das andere aber nicht zu kurz kommen.
bis denne



Ralf





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Beitragvon billbo » Do 15 Mai, 2008 16:40

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agialeia
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Beitragvon agialeia » Do 15 Mai, 2008 17:58

hallo zusammen

hier wird nur darüber geredet ob der junge schon als genug ist die formeln zu verstehn und ob eine ausbildung in ägypten besser oder schelchter ist als in deutschland

man braucht als allererstes mal eine gültige Tauchtauglichkeitsbescheinigung auch wenn man erst 11 oder bald 12 jahre alt ist, sonst kommt man auch in ägypten NICHT unter wasser .

jeder verantwortungsvolle arzt wird gerade bei einem Kind und das ist er mit 11 noch, besonderes augenmerk auf die Lungenfunktionsprüfung legen, den dieses organ hat voll ausgebildet zu sein (was mit 11 durchaus noch nicht gegeben sein kann - erwachsen ist man halt ers tmit ca. 14 bis 16 jahren)

und sollte er diese tatsächlich bekommen, dann ist auch NICHT jede basis auf tauchschüler im kindes alter eingerichtet, da diese erstmal eine andere flasche brauchen und andere ausrüstung.

und wenn das gegeben ist, dann braucht euer sohn immer eine belgeitung beim tauchen und das sollte in meinen augen IMMER erstmal ein Elternteil sein und nicht eine fremde person.

und was bring tim eine ausbildung in deutschland wenn er doch NUR im Urlaub zum tauchen kommt, das dann ohne Familie machen muß mit fremden menschen ...

darüber sollte man auch mal nachdenken ...

ich hoffe es kann sich einer von euch entschließen, zusammen mit eurem Sohn das tauchen zu erlernen ...

LG agialeia