Euro-Münzen sind für Kellner ein Problem
Verfasst: Di 03 Feb, 2004 11:56
Kellner Hassan in Hurghada hätte sich eigentlich über den einen Euro Trinkgeld freuen müssen, denn die Münze entspricht umgerechnet etwa einem Stundenlohn. Aber Hassan bedankt sich etwas gequält: "Ich habe einen ganzen Sack voll Euro-Münzen, aber keine Bank tauscht mir die in ägyptische Pfund um."
Aus dieser Not haben clevere deutsche Touristen inzwischen einen Nebenjob als Geldwechsler gemacht. Günter B. gehört zu den Pfiffikussen, die Trinkgeldempfängern in Ägypten, Tunesien, Marokko und etlichen anderen Ländern außerhalb der Euro-Zone aus der Klemme mit den Euro-Münzen helfen: "Der gängige Tarif sind elf oder zwölf Euro in Münzen für einen Zehn-Euro-Schein. Im Urlaub mache ich damit in der Regel einen Schnitt von 150 Euro." Der Dürener kennt auch den einzigen Nachteil seines Handelns: "Ich habe schon bis zu zehn Kilo in Münzen nach Hause geschleppt."
Das Geschäft der touristischen Geldwechsler floriert nur deshalb, weil es bisher keine Ein-Euro-Scheine gibt. Münzen tauschen Banken aber in der Regel nicht. Das ist auch der Grund dafür, dass der inzwischen weniger wertvolle Dollar überall gern als Trinkgeld gesehen ist, die Euro-Münzen aber nicht. In einigen Nicht-Euro-Ländern haben die touristischen Geldwechsler allerdings keine Chance. Auf dem Balkan und in den touristischen Regionen der Türkei hat sich der Euro inzwischen als Parallelwährung neben dem Geld des Landes etabliert. In Antalya oder Bodrum können dienstbare Geister mit ihren Trinkgeld-Euros ohne Probleme Brot oder Schuhe kaufen. Zi.
(Quelle: Hamburger Abendblatt)
Aus dieser Not haben clevere deutsche Touristen inzwischen einen Nebenjob als Geldwechsler gemacht. Günter B. gehört zu den Pfiffikussen, die Trinkgeldempfängern in Ägypten, Tunesien, Marokko und etlichen anderen Ländern außerhalb der Euro-Zone aus der Klemme mit den Euro-Münzen helfen: "Der gängige Tarif sind elf oder zwölf Euro in Münzen für einen Zehn-Euro-Schein. Im Urlaub mache ich damit in der Regel einen Schnitt von 150 Euro." Der Dürener kennt auch den einzigen Nachteil seines Handelns: "Ich habe schon bis zu zehn Kilo in Münzen nach Hause geschleppt."
Das Geschäft der touristischen Geldwechsler floriert nur deshalb, weil es bisher keine Ein-Euro-Scheine gibt. Münzen tauschen Banken aber in der Regel nicht. Das ist auch der Grund dafür, dass der inzwischen weniger wertvolle Dollar überall gern als Trinkgeld gesehen ist, die Euro-Münzen aber nicht. In einigen Nicht-Euro-Ländern haben die touristischen Geldwechsler allerdings keine Chance. Auf dem Balkan und in den touristischen Regionen der Türkei hat sich der Euro inzwischen als Parallelwährung neben dem Geld des Landes etabliert. In Antalya oder Bodrum können dienstbare Geister mit ihren Trinkgeld-Euros ohne Probleme Brot oder Schuhe kaufen. Zi.
(Quelle: Hamburger Abendblatt)