salam
oh man das ist ne schwere Aufgabe einen Lieblings Ort heraus zu suchen
ich liebe doch soooo viele orte in Ägypten.
ich werde dann eben mal unser "basislager" für unsere Exkursionen vorstellen. damit das hier kein Roman wird eben nur ne Kurzfassung.
Luxor und die Westbank
Der Luxor Tempel verbreitet bei Nacht erst so recht seine Atmosphere
Wir hatten das Glück auch an dem berühmten Abu el-Haggag Festival teilnehmen zu können. Das Festival, das drei Tage lang in Luxor gefeiert wird, war vom 8.10.2004 bis 10.10.2004 Dieses Fest erinnert stark an das Opetfest der alten Ägypter. Die Moschee Abu el-Haggag ("im" Luxor Tempel) gehört zu den ältesten der Stadt und ist Scheich Jussuf Abu el-Haggag geweiht, der im 12. Jh. aus Bagdad nach Ägypten kam. Über Hassan, den Sohn der Fatima, der Tochter Mohammeds, war er ein Nachkomme des Propheten. Da die Moschee im fatimidischen Stil den Muslimen als sehr heilig gilt, scheiterten mehrere Versuche, sie abzutragen, um den Tempelbereich unter ihr freilegen zu können. Das schöne Minarett aus ungebrannten Ziegeln wurde Anfang des Jahrhunderts von dem Khediven Abbas Helmi durch ein zweites ergänzt.
Die Kamele mit den Gebeinen des Heiligen führen die Prozession an. Hinter den Kamelen reiten dann die Nachkommen der Sippe von Abu el-Haggag, die alle ganz in weiß gekleidet sind. Der Prozessionsweg führt von der Kapelle (Luxor Tempel) des heiligen Abu el-Haggag über die Cornish Road zum Karnak Tempel und von dort wieder zurück zur Moschee. Die Prozession führt also fast den gleichen Weg wie vor tausenden von Jahren schon die des Opetfestes. Von daher ist der Vergleich mit dem Opetfest naheliegend.
Der Totentempel von Sethos I. wurde (19. Dynastie, 1294-1279 v. Chr.) begonnen und von seinem Sohn Ramses II. vollendet. Der Tempel befindet sich in unmittelbarer Nähe des alten Dorfes Qurna in Theben West und wird "Qasr el-Rubaig" genannt. Die alten Ägypter geben dem Tempel den Namen: "Das Haus des Geistes von Men-Maat-Re Sethos im Haus des Amun im Westen von Theben". Ursprünglich maß die gesammte Anlage 124 x 162 Meter und hatte zwei große Pylonen. Zu Besichtigen sind heute die letzte Reihe der Säulen des zweiten Hofes, die dahinterliegende Hypostylhalle und das Sanktuarium. So daß der Tempel heute eine Länge von 47 Metern aufweist.
Unbezahlbar war die kleine Pause auf dem Dach des Tempels mit einem herrlichen Ausblick.
Auf unserer Wanderung durch Qurna finden wir immer mehr Gräber die wir noch besichtigen wollen. Da unsere Karte die wir dabei hatten doch nicht so genau war hatte uns ein kleines Mädchen aus Qurna den Weg zum nächsten Grab gewiesen. Es ist immer wieder erstaunlich wie die Qurnavis mit und von den alten Pharaonen leben.
Bei unseren Wanderungen kommen wir auch immer gerne in Deir el-Medina vorbei. Das hier sind die Ruinen des Dorfes. Gebaut wurde es im Neuen Reich unter Thutmosis I. aus grauen Nilschlammziegeln in einem versteckten Wüstental südlich von Sheik Abd el-Qurna. Deir el-Medine ist der arabische Name für "Das Kloster der Stadt" nach einem kleinen ptolemäischen Tempel, der einst von frühen koptischen Mönchen bewohnt war. Über Jahrhunderte galt Deir El Medina als ein Ort des geheimen Wissens, als ein Ort des Schweigens, genannt "set ma’at", die "Stätte der Wahrheit". Das Dorf Deir el-Medina war von einer dicken Mauer umgeben. Das Dorf erstreckte sich auf einer Fläche von 132 Metern Länge und 49 Metern Breite. Hier lebten über ein paar Jahrhunderte knapp 100 Familien, die Bildhauer, Steinmetze, Zeichner, Maler und Stukkateure waren. Sie lebten in völliger Isolation. Versorgt wurden die Nekropolen-Arbeiter von Helfern die Lebensmittel, Getränke, Werkzeuge und Arbeitsmaterial brachten. Diese durften aber das Dorf nicht betreten.
Isis bei ihrer Lieblings Beschäftigung. ... immer und überall herum krabbeln

(Pylon vom Ramesseum)
Von hier oben haben wir einen sehr schönen Überblick auf den "Tempel der Millionen Jahre", über den schon der griechische Historiker Diodor ("Diodorus Siculus" 1.Jh.v.Chr.) staunte. Das Ramesseum ist der Totentempel von Ramses II. (19. Dynastie, 1279-1213 v. Chr.)
Das Ramesseum „Tempel der Millionen Jahre“ betritt man heute über den Osteingang, der direkt in den ersten Hof führt. Der Bau wurde schon kurz nach der Bestattung Sethos I. begonnen. Wahrscheinlich wurde der Tempel von Ramses II. vor seinem ersten Heb-Sed Fest vollendet.
und wenn wir schon bei Pylonen sind ....
Wir hatten dieses Mal die Gelegenheit im Karnak Tempel in den 9. Pylon hinein zu gehen. Der Pylon stammt aus der Regierungszeit des Haremhab. Heute befindet sich der Pylon im Wiederaufbau und ist von daher offiziell immer verschlossen.
Der Pylon ist heute nur noch zur Hälfte erhalten, so daß wir dann nur bis zur Bruchkante hinauf steigen konnten. Im Inneren des Pylon´s sind "Talatat-Blöcke" von einem Tempel Echnaton´s und von Tut-ench-amun´s gefunden worden. Sie sind heute im Museum von Luxor zu besichtigen . Da der 9. Pylon von Haremhab als "hohler" Pylon gebaut wurde, der dann mit anderen Bauten als Füllmaterial aufgefüllt war, hatte er "nur" ca. 3000 Jahre gehalten.
zum Abschluß noch ein Abstecher zum Grabungsareal Amenophis III. "Kom el-Hetan" (hinter den Berühmten Memnon-Kolossen)
Hier kann man das Grabungsfeld erkennen und kann auch an der Wand die verschiedenen Ablagerungen der Zeitgeschichte gut ablesen. Im hinteren Areal sieht man die Fortschritte bei der Ausgrabung von Grundmauerresten. Amenophis III. plante seinen Tempel als Ort der Erneuerung. Laut Berechnungen einiger Ägyptologen soll der Temeplkomplex größer gewesen sein als der Tempel von Karnak. Durch die Plünderung und der Erdbebenschäden ist heute leider kaum noch was von dem großartigen Bauwerk zu sehen.
soooo ich glaube ich höre nun mal auf sonst wird das hier doch noch ein ganzes buch. Ich habe die Monumente um Luxor ja nur mal "angerissen" und ihr seht das es da soooo viel zu entdecken gibt.
ma salama
...isis...